Schlossmeeting

Kugel-ABC
  • A wie Andy: Andy Dittmar (35 Jahre), Kugelstoßer aus Gotha (Bestleistung: 20,55 Meter), Initiator des Schloss-Meetings, EM-Siebter von Göteborg (2006), Sportler des Jahres 2006 im Landkreis Gotha, Senioren-Weltmeister von Kamloops (2010)…

  • B wie Bestandteil: Kugelstoßen ist sowohl eine Einzeldisziplin als auch Teildisziplin beim Mehrkampf (Siebenkampf / Zehnkampf).

  • C wie cool: Die Österreicherin Veronika Watzek sorgt mit einer ebenso spektakulären wie eigenwilligen Technik für Aufsehen – sie schlägt im Ring ein Rad und holt so Schwung für den Stoß.

  • D wie Doping: Die Liste der überführten Sünder ist lang...

  • E wie Englisch: Im englischen Sprachraum heißt Kugelstoßen „putting the shot“ (kurz: „shot put“).

  • F wie Form: Die Kugel muss vollkommen rund sein.

  • G wie Gewicht: Das Gewicht der Herren-Kugel beträgt 7,257 Kilogramm. Die Frauen-Kugel wiegt genau 4 Kilogramm.

  • H wie Hülle: Die äußere Hülle der Kugel darf nicht weicher als Messing sein, ansonsten kann sie aus einem beliebigen Material bestehen.

  • I wie Innenleben: Die heutigen Kugeln bestehen aus Stahl oder Messing und besitzen eine Bleifüllung.

  • J wie Justieren: Egal, welche Technik (siehe auch T) angewandt wird – die Kugel wird stets auf die Fingerwurzeln der Wurfhand gelegt und seitlich neben dem Kinn am Hals gehalten, bevor sie möglichst weit weg gestoßen wird.

  • K wie Kreis: Der Durchmesser des Rings beträgt exakt 2,13 Meter.

  • L wie links: Drei Versuche mit links und drei Versuche mit rechts - beidarmiges Kugelstoßen ist der ultimative Gaudi-Wettbewerb beim Köstritzer Werfertag. Der Athlet, der in der Addition der jeweils weitesten Stöße auf die größte Weite kommt, gewinnt. Deutscher Rekordhalter ist übrigens Andy Dittmar mit 32,20 Meter (links: 14,05 / rechts: 18,15) – aufgestellt 2003 in Bad Köstritz. Der Weltrekord in dieser nichtolympischen Disziplin steht seit 1974 bei 37,04 Meter und wird vom Amerikaner Allan Feuerbach gehalten.

  • M wie Messen: Gemessen wird die Weite vom inneren Rand des Rings bis zur Einschlagstelle (nächster Abdruck zum Ring). In Gotha misst übrigens Vermessungs-Ingenieur Gunter Lencer.

  • N wie niveauvoll: Kugelstoßen ist eine der technisch anspruchsvollsten Disziplinen, die hohe Koordinationsfähigkeit und enorme Schnellkraft erfordert.

  • O wie Olympia: Zum Programm der Olympischen Spiele zählt Kugelstoßen bereits seit 1896 – zunächst durften ausschließlich Männer zur Kugel greifen, seit 1948 auch Frauen.

  • P wie Parabel: Die Kugel bewegt sich auf einer Parabel, die aber stark asymmetrisch ist, weil sich der Anfangspunkt der Parabel etwa zwei Meter (gestreckte Wurfhand des Athleten) über dem Endpunkt befindet. Daher ist die optimale Weite zu erreichen, wenn die Kugel etwa in einem Winkel von 37° bis 41° zur Horizontalen weggestoßen wird. Der exakte Winkel ist dabei abhängig von der Größe des Athleten.

  • Q wie Querschnitt: Der Durchmesser der Kugel muss bei den Männern zwischen 110 und 130 Millimeter betragen, bei den Frauen zwischen 95 und 110 Millimeter.

  • R wie Ring: Der Bereich, in dem der Sportler Schwung für den Stoß holen kann. Der Ring darf nicht verlassen werden, bevor die Kugel gelandet ist, und auch nicht in Stoßrichtung verlassen werden.

  • S wie Sektor: Der Bereich, in dem die Kugel bei einem gültigen Versuch landen muss. Der Öffnungswinkel des Abwurfsektors wurde von der IAAF zum 1. Januar 2003 von 40 Grad auf 34,92 Grad verkleinert.

  • T wie Technik: Das Gros der Top-Athleten bevorzugt die so genannte Rückenstoß- oder Angleittechnik; inzwischen ist die Drehstoßtechnik auf dem Vormarsch. Die Rückenstoß- oder Angleittechnik wurde in den fünfziger Jahren vom US-Amerikaner Parry O'Brien eingeführt, der damit mehrere Jahre das Kugelstoßen dominierte. Hingegen wurde die Drehstoßtechnik erst 1976 vom sowjetischen Kugelstoßer Alexander Baryschnikow „erfunden“, der damit erstmals die 22-Meter-Marke übertraf.

  • U wie uralt: Am 22. Mai 2008 jährte sich der Tag zum 20. Mal, an dem Ulf Timmermann in Chania (Griechenland) als erster Mensch mit der Kugel die 23-Meter-Marke übertraf – die Weite von damals (23,06 Meter) ist noch heute Deutscher Rekord…

  • V wie Vorläufer: Stoß- und Wurfwettbewerbe mit schweren Steinen gab es schon in der Antike. Apropos: Der Gothaer Andy Dittmar wurde 2003 Dritter der Steinstoß-Weltmeisterschaft in Lachen (Schweiz). Einen 50 Kilogramm schweren Stein stieß er 5,03 Meter weit; Sieger wurde damals Kevin Toth (USA) mit 5,14 Meter.

  • W wie Weltrekordhalter: Randy Barnes (23,12 Meter/USA/aufgestellt am 20. Mai 1990 in Westwood) und Natalja Lissowskaja (22,63 Meter/Russland/aufgestellt am 7. Juni 1987 in Moskau).

  • X wie X: Braucht beim Kugelstoßen kein Mensch – höchstens Xaver Unsinn, aber der war ja Eishockeytrainer ;-)

  • Y wie Youngster: Für hoffnungsvolle Nachwuchstalente aus ganz Deutschland gab es beim SV Kugelstoßmeeting – XI. Gothaer Schloss-Meeting erstmals einen eigenen Wettkampf. Angeführt wurde das Feld der „jungen Wilden“ von David Storl vom LAC Chemnitz, U18-Weltmeister des Jahres 2007.

  • Z wie zu guter Letzt: Dieses ABC des Kugelstoßens erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Zusammenstellung mit Material von www.wikipedia.org


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